Ilanga in Hamburg : Südafrikas Sonnen- und Schattenseiten

Sarah Lasaki

Moderatorin Sarah Lasaki

„Ilanga“ ist Zulu und heißt übersetzt „Sonne“. Ausgerechnet sie machte sich rar beim ersten „Ilanga-Festival“ in Planten un Blomen. Das war ein bisschen schade, denn gerade dieser Party zu 20 Jahren Freiheit in Südafrika hätte man besseres Wetter gewünscht. Dann wären bestimmt auch mehr Zuschauer zum gelungenen Mix aus Musik, Tanz und Information ins Open-Air-Terrain gepilgert. Nichtsdestotrotz: Diejenigen, die da waren, feierten ausgelassen, freuten sich über exzellente Acts und betrachteten das heutige Südafrika keineswegs unkritisch.

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Die Wutz rockte wieder

Titel
22 bis 26 Grad Außentemperatur, Sonnenschein und nur ein paar Wolken zum Abkühlen:  Zum dritten Mal hintereinander bewiesen die Veranstalter ein glückliches Händchen und legten das Umsonst-und-draußen-Festival auf ein sonniges Wochenende. Mit gleich zwei Bands aus Argentinien (nee, nicht wegen der WM; das Festivalgelände war erfrischend nationaltrikotarm!), Knallern aus Frankreich und der richtigen Prise Lokalkolorit versprach das Line-Up viel – und es ging gleich mächtig los. Drei Tage lang wurde die Sau am Eichbaumsee rausgelassen. Hier nur eine Auswahl von vielen Eindrücken.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          (Nur an Fotos interessiert? Bitte  hier klicken!) Weiterlesen

Hartz IV: Kein kurzer Prozess

hannemann2Inge Hannemann 2013 im Hamburger Curiohaus
„Ich bin nicht gegen meine Kollegen. Ich habe viele nette Kollegen. Auch viele, die mich heimlich unterstützen.“
Aber diese Kollegen hätten Angst vor Mobbing und vor Verlust ihres Arbeitsplatzes.
Darf eine Mitarbeiterin des Jobcenters nun die Hartz IV-Praxis öffentlich kritisieren oder darf sie es nicht? Inge Hannemann, verheiratet, Mutter einer erwachsenen Tochter und nicht arbeitslos, weil es jetzt zu einem Vergleich über ihren Verbleib als Mitarbeiterin im Jobcenter Altona gekommen ist, protestiert nicht mehr weiter. Nachdem die Stadt Hamburg einen cleveren Trick gegen die Klage Hannemanns angewandt hatte, ihr einen Job in einem anderen Tätigkeitsfeld anbot und sie aufforderte, wieder zur Arbeit zu gehen, war die Klage gegen ihre Suspendierung hinfällig geworden. Hannemann wollte sich das erst nicht gefallen lassen: Gegen den neuen Arbeitsvorschlag reichte sie eine weitere Klage ein. Sie beantragte eine Einstweilige Verfügung. Das Arbeitsgericht gab jedoch ihrem Arbeitgeber recht: Inge Hannemann sollte im neuen Job arbeiten. Das wollte sie nicht, stimmte aber jetzt zu, sich innerhalb des Jobcenters bei gleicher Bezahlung um die Eingliederung behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt zu bemühen. Worum ging es in dem ganzen Verfahren eigentlich? 2013 erklärte Hannemann ihren Protest gegen die Praxis in den Jobcentern.

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Das andere 9/11

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 Am 11. September 1973 putschte das chilenische Militär. Der bis dahin amtierende Staatspräsident Salvador Allende beging Selbstmord. So endete ein bis heute einmaliges politisches Experiment: Die friedliche Transformation einer bürgerlichen Demokratie zum Sozialismus. Auch im 21. Jahrhundert gibt es wieder Diskussionen über einen „Dritten Weg“, über Möglichkeiten, den „Raubtierkapitalismus“ zu begrenzen. Was passiert, wenn man das tatsächlich versucht, zeigt die Regierungszeit Allendes.

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